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    Warnstreiks bei Tageszeitungen

    Warnstreiks bei Tageszeitungen

    Zu einem eintägigen Warnstreik sind heute (Dienstag, 19. April) rund 400 Journalistinnen und Journalisten der Tageszeitungen in Ostwestfalen-Lippe aufgerufen. Die beiden Journalisten-Gewerkschaften dju in ver.di  und DJV fordern für ihre Mitglieder 5,0, beziehungsweise 4,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie eine Sockelerhöhung um 200 Euro besonders für niedrigere Gehälter von Berufseinsteigern. Die Forderungen gelten auch für freie Journalisten. Die Arbeitgeber haben bisher für drei Jahre jeweils 0,8 Prozent Erhöhung angeboten, die erste Steigerung nach sechs Nullmonaten. Angesichts stark zunehmender Arbeitsverdichtung durch zusätzliche Tätigkeiten im Online-Bereich der Zeitungen, durch reduziertes Personal und verringerte Honoraretats wollen die Redakteure nach jahrelanger Zurückhaltung wieder Anschluss an die allgemeine Lohnentwicklung in Deutschland bekommen: Zwischen den Jahren 2000 und 2015 stiegen die Tarife in der Gesamtwirtschaft um insgesamt 36,2 Prozent, die der Redakteure dagegen nur um 19,4 Prozent. Die Verhandlungen laufen seit dem 10. Februar und werden heute (Dienstag, 19. April) in Berlin fortgesetzt.

    Weitere Informationen: https://dju-nrw.verdi.de/dju-vor-ort/dju-owl

    Ansprechpartner: Frank Bell, (05 21)  3 93 00 77, (01 70)  5 61 90 37